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POLOLO nutzt ausschließlich chromatfreies Leder aus Deutschland

Die EU hatte am 26. März 2014 eine Verordnung veröffentlicht, wonach das seit Langem bestehende strenge deutsche Reglement bezüglich Chrom (VI) in Lederwaren auch in der gesamten Europäischen Union zu übernehmen ist. Eine Chromat-Allergie gilt als eine zunehmende Herausforderung, denn nach Erkenntnissen von Medizinern soll es in Deutschland bereits 500.000 Personen geben, die davon betroffen sind – Tendenz steigend. Die durch Kontakt mit Chromat, d.h. Chrom (VI), in Lederschuhen ausgelöste Sensibilisierung bleibt ein Leben lang virulent. Experten gehen davon aus, dass noch immer rund 20 Prozent der in Deutschland verkauften Lederschuhe signifikante Mengen Chromat enthalten, obwohl es in Deutschland längst verboten ist. Chrom-VI-Rückstände sind geruchlos; zum Nachweis sind aufwändige Laboruntersuchungen nötig.

Strenges deutsches Reglement für Chrom (VI) in Lederwaren

Gemäß dem aktuell gültigen Anhang XVII zur „REACH“-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 dürfen Unternehmen in der EU nur noch Ledererzeugnisse herstellen, importieren oder in Verkehr bringen, die unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes liegen:
Lederartikel mit Hautkontakt, deren Gehalt an Chromat über drei Milligramm pro Kilogramm liegt, gelten demnach seit dem 1. Mai 2015 als nicht mehr verkehrsfähig! Händlern, deren Waren diesen Grenzwert überschreiten, drohen Reputations- und Finanzschäden. Leder-POLOLOs werden konsequent aus rein pflanzlich gegerbten Ledern hergestellt und sind daher anerkanntermaßen allergikerfreundlich.

Wie das schädliche Chromat ins Leder kommt

Zur Herstellung von Leder wird durch den Gerbungsprozess Tierhaut geschmeidiger und haltbarer gemacht. Für die Gerbung können einerseits traditionelle, allerdings etwas aufwändigere und zeitintensivere Verfahren mit pflanzlichen Gerbstoffen zum Einsatz kommen oder mineralische bzw. synthetische Gerbstoffe verwendet werden. Am schnellsten und preiswertesten führen nun ausgerechnet die konventionellen Verfahren mit dem Schwermetall Chrom zum Ziel. Gut 85 bis 90 Prozent der weltweiten Lederproduktion erfolgt über Chromgerbung; für diesen Gerbprozess werden Chromverbindungen der Oxidationsstufe +3, sogenanntes Chrom (III), verwendet.
Unter unzulänglichen Produktionsbedingungen kann nun durch Oxidation das verwendete nützliche Chrom (III) eben in schädliches, giftiges Chromat umgewandelt werden. Nicht nur bei der Produktion drohen also den Gerbern in sogenannten „Billiglohnländern“, sondern auch den Anrainern einer solchen Fabrik Gesundheitsschäden.

Chromat mit Schadenspotenzial für Arbeiter, Anrainer und Kunden

Zudem wirft die Behandlung chromathaltiger alter Lederwaren und -abfälle z.B. durch Müllverbrennung ebenso umwelttechnische wie -rechtliche Fragen auf, denn dabei könnten Chrom-VI-Stäube entstehen und in die Umgebung gelangen. Chromat gilt als bedeutendes Allergen und potenzielles Karzinogen und gefährdet die an der Herstellung Beteiligten, die Fabrik-Anwohner und letztlich die Nutzer der kontaminierten Lederprodukte.
Die Chromat-Allergie kann als Überreaktion der körpereigenen Abwehr gegen Chrom (VI) aufgefasst werden – welche zur Schädigung der Haut in Form von Irritationen, Ekzemen und schlimmstenfalls Geschwüren führen kann. Da in der ersten Phase eine Verwechslungsgefahr z.B. mit einem Fußpilz besteht, wird diese Allergie evtl. nicht gleich als solche erkannt. Bei längerer Einwirkung auf die Haut kann Chromat aber auch krebserregende Wirkung entfalten.

Ausweg: pflanzliche Ledergerbung

Chromgegerbte Leder sind nach der Gerbung immer grau, so dass es stets notwendig ist, solche Leder einzufärben – bei pflanzlich gegerbten Ledern ist dies nicht unbedingt erforderlich, man kann nämlich auch den Farbton der Gerbpflanze belassen. So färbt z.B. Rhabarber gelb, Tara weiß. Das Einfärben beim traditionellen Gerbverfahren kann somit direkt mit dem gesundheitlich unbedenklichen pflanzlichen Gerbstoff erfolgen.
Leder ist ein gutes Beispiel für ganzheitliche Nachhaltigkeitsabwägungen – von der Herstellung bis zur Entsorgung. POLOLO geht in Fragen der Gesundheit der Kunden keine Kompromisse ein und setzt daher seit Anbeginn auf rein pflanzlich gegerbtes Leder aus Deutschland, um das Risiko chromatbelasteter Leder gar nicht erst einzugehen.

POLOLOs sind allergikerfreundlich

POLOLO-Geschäftsführerin Franziska Kuntze: „Auf unserem Messestand der ,Allergy & Free From Show‘ im Januar 2015 in Berlin wurde deutlich, dass das Thema Allergie immer mehr Eltern und ihre Kinder bewegt.“
Die Europäische Stiftung für Allergikerforschung (ECARF) hat 2012 alle Leder-POLOLOs mit dem ECARF-Siegel für allergikerfreundliche Produkte ausgezeichnet und damit eine besondere Hautverträglichkeit bescheinigt, denn als Material für deren Herstellung werden ausschließlich weiche chromfreie, pflanzlich gegerbte Nappaleder verwendet. Getreu dem Motto „Lebensqualität trotz Allergie“ kennzeichnet das ECARF-Siegel Alltagsprodukte, welche das Leben von Allergikern nachweislich erleichtern und verbessern.

POLOLO: Der ganzheitlichen Nachhaltigkeit verpflichtet

POLOLO fühlt sich einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit verpflichtet, die höchsten gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Ansprüchen genügt – neben der Hautverträglichkeit für die Nutzer und der Fairness gegenüber den an der Produktion Beteiligten sollen auch Umwelt und Natur durch geringen Ressourcenverbrauch und Schadstoff- sowie Müllreduktion geschont werden.
POLOLO setzt deshalb auf deutsches Leder, weil dessen Produktion transparent unter geprüften Bedingungen erfolgt und die Transportwege kurzgehalten werden. Franziska Kuntze: „Wir laden herzlich ein, uns an unseren Messeständen zu besuchen und sich über die hohe Qualität unserer Schuhe aus allergikerfreundlichem schadstofffreien Leder zu informieren.“

Foto: Unsere pflanzlichen Gerbstoffe: Valonea-Eiche und Tarapflanze