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Das POLOLO-Kalenderblatt: Leif-Eriksson-Tag am 9. Oktober

USA erkannten 1925 einen Wikinger offiziell als Entdecker des amerikanischen Doppelkontinents an

[Berlin, den 9. Oktober 2017] Die Bezeichnung „Wikinger“ beschreibt in der altnordischen Sprache einen „Seekrieger, der sich auf langer Fahrt von der Heimat entfernt“. Es ist erstaunlich, wie weit Wikinger auf ihren Fahrten mit  Langschiffen gekommen sind – so gilt es heute als gesichert, dass es Wikinger unter dem Kommando von Leif Eriksson um das Jahr 1000 n. Chr. waren, welche als erste Europäer die sogenannte Neue Welt betraten.

Wikinger waren mutige Seefahrer

Mit „Wikinger“ wurden mutige junge Männer verschiedener überwiegend skandinavischer Völker bezeichnet, die zu Erkundungsfahrten und auch Beutezügen auf Meeren, Seen und Flüssen aufbrachen. Einige kehrten reich beladen mit Raubgut in die Heimat zurück, andere siedelten sich an geeignet erscheinenden Orten, bevorzugt in schiffbarer Gewässernähe, an.
Wissenschaftler sind sich über die Wortherkunft allerdings nicht einig und bieten zahlreiche Deutungsmöglichkeiten an – so bezieht sich ein Erklärungsversuch der neueren Zeit auf das altnordische Wort „vika“, welches im deutschen Wort „Woche“ fortleben soll.
Es würde demnach eine zeitliche und räumliche Bedeutung haben, nämlich eine bestimmte auf See zurückgelegte Strecke beschreiben. Das ist für POLOLO eine sehr sympathische Interpretation, denn mit unseren POLOLOs sollen die Kleinen zunehmend weitere Strecken sicheren Fußes in ihrer ganz persönlichen Neuen Welt zurücklegen können und sich dabei wohlfühlen!

Berühmte Langschiffe faszinieren noch heute

Die berühmten Langschiffe der Wikinger wurden rudernd und segelnd angetrieben. Ihr Tiefgang soll bei voller Beladung nur 90 cm betragen haben und sie erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 15 bis 20 Knoten (ca. 28 bis 37 km/h).  Einem Mann soll es möglich bereits gewesen sein, selbst bei schwerstem Seegang die Steuerung zu beherrschen.
Sie konnten sowohl Fahrten über lange Entfernungen auf hoher See vornehmen, als auch in flachen Gewässern an Land und entlang der Flüsse segeln. Der geringe Tiefgang erlaubte ein schnelles Anlanden an Sandstränden und auch Wiederablegen. Gelegentlich wurden diese Langschiffe sogar gewisse Strecken über Land transportiert, wenn auf dem Wegabschnitt kein Gewässer lag.
Für die Erst-Entdeckung Amerikas durch Wikinger spricht auch die Erkenntnis der Erprobung eines Nachbaus im Jahr 1893: Mit nur 27 Tagen Fahrzeit gelang die Atlantiküberquerung doppelt so schnell wie einem Nachbau der legendären „Santa Maria“ des Christoph Kolumbus.

Wikinger-Siedlung in Neufundland ist UNESCO-Weltkulturerbe

Im Grunde wurde Amerika zwischen 1492 und 1504 von Christoph Kolumbus nur wiederentdeckt, wobei dieser zunächst hoffte in Asien zu sein. Er hatte sich offensichtlich von den Reiseberichten des venezianischen Händlers Marco Polo inspirieren lassen und wollte eigentlich einen neuen Seeweg nach „las Indias“ finden. Unter dieser vagen Bezeichnung wurden damals aber nicht nur das heutige Indien, sondern auch alle übrigen unbekannten Länder dieses Kontinents, einschließlich Indonesien, China und Japan, verstanden.
Für die Entdeckungsfahrten des Leif Eriksson gibt es Schriftzeugnisse: Sie werden in den beiden „Vinland-Sagas“, wenn auch sehr unterschiedlich, beschrieben. Aufgrund archäologischer Funde von Überresten einer isländisch-grönländische Siedlung in L’Anse aux Meadows im heutigen kanadischen Neufundland gilt es jedenfalls als wissenschaftlich gesichert, dass Wikinger die ersten Entdecker und Siedler in Amerika waren. Zudem gilt L’Anse aux Meadows als Teil des von Eriksson „Vinland“ genannte Gebietes, denn in Neufundland gibt es die damals von den Wikingern sehr geschätzten wilden Wein-Reben.
Die USA erkannten Leif Eriksson 1925 offiziell als den ersten Entdecker des amerikanischen Doppelkontinents an. Das Datum 9. Oktober wird auf die Ankunft der ersten norwegischen Einwanderer in New York im Jahr 1825 zurückgeführt – geehrt werden soll mit dem „Leif Eriksson Day“ der skandinavische Beitrag zum Aufbau des Landes.

Kleine Entdecker erkunden mit „Thore“ ihre neue Welt

Das POLOLO-Lauflern- und Hausschuhmodell „Thore das Wikingerschiff“ ist besonders gut für neugierige und mutige kleine Entdecker geeignet, wenn sie ihre eigene Neue Welt erkunden.
Dieser sehr bequeme Kinderschuh aus 100 Prozent besonders weichem, pflanzlich gegerbtem Nappaleder schmiegt sich an den kleinen Fuß an. Krabbelkinder und Lauflerner behalten ihn durch das eingearbeitete Gummiband am Fuß und größere Kinder können ihn dadurch besonders leicht an- und ausziehen.

 

Sonstige besondere Ereignisse am 9. Oktober (Auswahl):

  • 1776 wird die erste europäische Siedlung auf dem Gebiet der kalifornischen Stadt San Francisco gegründet.
  • 1829 gelingt die Erstbesteigung des Berges Ararat im Osten der Türkei unter Leitung von Friedrich Parrot.
  • In Bern unterzeichnen 1874 Vertreter von 22 Staaten den Allgemeinen Postvereinsvertrag.
  • In Hamburg findet 1955 die erste öffentliche gemeinsame Ziehung von Lottozahlen in West-Deutschland statt.
  • 1986 wird das Musical „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber in London uraufgeführt.
  • In Leipzig findet 1989 die erste große „Montagsdemonstration“ mit ca. 70.000 Teilnehmern statt.

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Kalender, Leif Eriksson, Neufundland, Pololo, Tag, 9. Oktober

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